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Die Flexibilität der Landesregierung

Liebe Lesende,

jedem Bürger unseres schönen Bundeslandes fällt zu dieser, zugegebenermaßen leicht sarkastisch gemeinten, Überschrift mindestens ein Beispiel ein und auch ist allgemein bekannt, dass die rheinland-pfälzischen Ämter und (Bildungs-) Einrichtungen ungefähr so flexibel wie Stahlbeton sind. Was diese jetzt “während Corona” allerdings veranstalten, ist jenseits aller Vernunft.

Es ist für mich nicht verständlich, wie man in der aktuellen Situation nicht auf Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Erstausbildung und Studium eingehen kann. Gerade auch in Hinblick darauf, dass nach Aussage eben dieser Landesregierung Corona keine Nachteile für Schüler und Studierende haben darf!

Ein prominentes Beispiel dafür musste ich heute in meinem Umfeld erleben.

Als Hintergrundwissen muss man haben, dass man, will man Sport studieren, einen Test absolvieren muss. Eben dieser Test wurde, wider Erwarten, auch während der Corona-Pandemie durchgeführt, allerdings in veränderter Form. Es ist so, dass man unter normalen Umständen als Ausdauertest einen üblichen Langstreckenlauf in einer gewissen Zeit absolvieren muss. Nun hat eine technische Universität im Nordwesten von Rheinland-Pfalz festgelegt, dass als Ausdauertest nun ein sogenannter “Beep-Test” durchgeführt wird, bei dem der Getestete eine bestimmte Stufe erreichen muss.

Natürlich kommt jedem jetzt der Gedanke, dass dies für einen potentiellen Sportstudenten kein Problem sein sollte, allerdings ändert sich dieser Umstand, sobald eine Vorerkrankung der Atemwege eine Rolle spielt.

Der “Beep-Test” zielt darauf ab, dass der Getestete mit zunehmender Dauer des Test immer schneller wird. Beim üblicherweise durchgeführten Ausdauerlauf kann der Getestete seine Kapazitäten aber über die zur Verfügung stehende Zeit einteilen.

Hier stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit, da es im nationalen Vergleich durchaus üblich ist und war, dass alternative Zulassungen aufgrund der Corona-Pandemie angeboten und anerkannt wurden (bsp. eine bestimmte Punktzahl auf dem Abiturzeugnis). Nur die rheinland-pfälzische Landesregierung und ihre Bildungseinrichtungen haben an dieser Stelle wieder ihre Flexibilität bewiesen.

Es bleibt mir einfach ein Rätsel, wie Frau Dr. Hubig und ihre Kollegen schon so lange im Amt sein können, wenn sie es nicht schaffen für solche Fälle eine, für alle zufriedenstellende Lösung zu finden, die vor allem niemanden mit Vorerkrankungen diskriminiert!

Schade, dass es in Rheinland-Pfalz leider oft so läuft und Diskriminierung hier wohl zum guten Ton gehört.

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